Infoveranstaltung zum Solidarity4all-Camp in Bamberg

Interventionistische Linke

Seit letzten Herbst gibt es in Bayern – in Bam­berg und Manching – die ersten Sonderlager, in denen vor allem Menschen aus sogenannten Sicheren Herkunftsstaaten isoliert untergebracht werden. Zurzeit befinden sich dort ca. 1500 Personen aus sogenannten sicheren Herkunftsstaaten; von hier aus werden sie abgeschoben oder zur „freiwilligen Ausreise“ genötigt. Im Moment sind viele Rom*nija aus den Balkanstaaten betroffen, nach den neusten Asylrechtsverschärfungen werden vermutlich Menschen aus Nordafrika oder Asylsuchende dazukommen, die Straftaten begangen oder gegen Mitwirkungspflichten verstoßen haben. Durch Bearbeitung der Asylanträge im Schnellverfahren wird ein faires und angemessenes Asylverfahren ausgehebelt.

Einhergehend mit einer Isolation der Menschen in diesen Lagern und der massiven Erschwerung des Zugangs zu Ärzt*innen, rechtlicher Beratung, Schulen oder sonstiger Unterstützung wird die Angst vor Abschiebungen täglich geschürt – alles mit dem Ziel möglichst wirksamer Abschreckung. In der derzeitigen politischen Atmosphäre, in der Rassismus und Asylrechtsverschärfungen Hochkonjunktur haben, ist es besonders wichtig einen starken antirassistischen Widerstand entgegenzusetzen.

Anfang August wird es deshalb ein Protestcamp vor der Ankunfts- und Rückführungseinrichtung (ARE) in Bamberg geben, um gemeinsam gegen die massiven Asylrechtsverschärfungen, Sonderlager und Abschiebungen zu protestieren. Mit vielfältigen Protestaktionen, vor allem der Präsenz vor Ort und praktischer Solidarität mit den Betroffenen im Lager Bamberg soll die Isolation gebrochen und ein antirassistisches Statement gegen Abschiebungen gesetzt werden.

Hierzu werden Organisator*innen des Camps über den aktuellen Stand des Protestcamps sowie zu Hintergründen über das Lager in Bamberg berichten. Es wird auch eine gemeinsame Anreise aus Göttingen zum Camp geben. Tickets werden ab dem 1.6. auf den Veranstaltungen und im Roten Buchladen verkauft.

Samstag, 14-16 Uhr, Raum 1