Boykott des Friedens – Zur Aktualität der Israel-Boykott-Bewegung 

Sebastian Mohr

Der im Juli 2005 erfolgte „Aufruf der palästinensischen Zivilgesellschaft zu BDS“ gilt als zentraler Referenzpunkt für die derzeit wohl weltweit aktivste anti-israelische Kampagne. Die dort festgeschriebenen zentralen Forderungen bedrohen in ihrer Konsequenz die Existenz des jüdischen Staates. BDS wirbt für umfassende akademische, kulturelle und wirtschaftliche Boykotte, sowie für eine politische Isolation Israels. Im Zusammenhang mit BDS-Aktionen kommt es immer wieder auch zur Gewalt gegen politische Gegner. Insbesondere Jüdinnen und Juden, die sich nicht offen gegen Israel aussprechen, werden durch deren Aktivitäten in ihrer Meinungsfreiheit beschränkt und zunehmend isoliert. Ein häufiger Schauplatz dabei sind Universitätseinrichtungen in den USA und Europa. Der Workshop wird die Organisationsstruktur und Strategie der Israel-Boykott-Bewegung beleuchten und einen kurzen Überblick über die Boykott-Aktivitäten im deutschsprachigen Raum geben.

Samstag, 1300 – 1500, Raum 1